Die 6. Woche stand ganz im Zeichen der wunderbaren Natur. Hier sieht jede Ecke ein bisschen anders aus.  Hier im Vogtland ist es hügeliger, waldiger und felsiger. Anders als zum Beispiel im Fläming, wo man oft weite Teile des vor einem liegenden Landstriches gut überschauen konnte.

Man kann auch wenn, dann nur bis zum nächsten Berg schauen… Es fasziniert mich, die Aussicht über das Tal und den nächsten Berg auf der anderen Seite, und weitere Berge dahinter… richtige Landschaft eben.

Ich laufe durch den Wald, der so weit das Auge reicht dick mit Moos gepolstert ist. Die roten Fliegenpilze sind darauf hervorragend bereits vom weiten gut zu erkennen. Immer wiede durchquert ein klarer Bergbach neinen Weg. Manchmal warte ich nur darauf, dass Rotkäppchen singend vorbei kommt.

Immer öfter komme ich auch an Felsen vorbei, manchmal muss ich sie erklimmen, da der Weg darüber verläuft. Manchmal stehen sie rechts und links am Wegesrand.  Ganz besondere sind ausgeschildert und beschrieben.

Die Orte, die ich passiere, in denen ich nächtige sind nichts besonderes. Von Kirchberg ging es nach Obercrinitz (2x lang hinschlage, schon vorbei) gings Richtung Auerbach. Ein Stück durch Auerbach bis Grünbach (Die Bezeichnung „Höhenluftkurort“ hätte mich direkt stutzig machen sollen, es ging zum Schluss mächtig bergauf.).

Weiter ging es nach Schöneck,  wo mir die Mulde wieder begegnet. An der Muldetalsperre, aber auch an der Quelle der roten Mulde.

In Schöneck hatte ich nun meine Premiere in einer  Jugendherberge. Ich kann nicht klagen…

Weil es so schön war, und weil als Ausstattung Waschmaschine und Trockner angegeben ist, bin ich in Klingenthal wieder in der Jugendherberge. Zum Wäsche waschen bleibe ich bekanntermaßen 2 Nächte. 

Hier hieß das allerdings anders als gedacht Wäsche abgegeben und am Abend fertig zusammenlegt wieder abholen.  Die dreckige Wäsche jemand anderes zum Waschen zu geben ist erstmal im Kopf komisch, aber tut nicht weh. Und es ist nicht schlimm, nicht neben der Maschine sitzen zu müssen.  😉

In Klingenthal geht mein Weg in Deutschland zu Ende. Die Grenze zu Tschechien ist mit weißen Grenzsteinen markiert und geht auf der Rückseite der Jugendherberge direkt entlang. Mein Weg geht somit direkt in Tschechien weiter.  Auf dem ersten Blick ist es hier weniger besiedelt. Ganze Bergrücken ohne auch nur ein Haus. Die 6. Woche endet in Kraslice. Von den Gebäuden her könnte der Ort auch in Sachsen stehen, viel kaputt, einiges leer, manches gemacht…

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I’m Juliane

Ich bin Juliane und das ist mein Wander-Tagebuch. Ich bin in der Mitte meines Berufs-Lebens einfach mal losgelaufen und habe meinen Bürojob auf Pause gesetzt und die Wanderschuhe angezogen. Von Berlin soll es nun bis in den südlichsten Absatz von Italien gehen… hier könnt Ihr lesen, wie mir das gelingt.

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