Ab Tarent sieht man sie immer mehr: Häuser im Trulli-Stil. Ob ausgebaut als Wohnhaus oder etwas kleiner als Garten-/Feldhaus. Sie sehen faszinierend aus.




Daher mache ich einen Abstecher nach Alberobello, dort stehen noch ganz viele davon beieinander und sind in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.
Auf dem Weg dorthin geht es aber zunächst nach Martina Franca. Meine letzte Vermieterin ist so lieb und nimmt mich ein Stück mit. Ich hätte die Strada Provinciale noch ein Stück durch den Wald laufen müssen. Das ist aber bei Morgennebel nicht so schön, die Straße hat einige Kurven und die Autos fahren recht schnell.
Ab dem Punkt wo ich loslaufe hat das Wetter sich gelichtet und Martina Franca ist fast schon zu sehen. Die Straße ist wenig befahren, so kann ich den Weg genießen und schon bald ist die Stadt in Sicht.



Martina Franca hat eine schöne Altstadt, due Häuser sind in weiß gehalten und es sind einige Blumentöpfe an dem Wänden. Es gibt ein schönes Stadttor mit Platz davor.
Meine Ferienwohnung ist allerdings etwas enttäuschend. Nicht nur, dass ich den richtigen Aufgang erstmal suchen muss, es ist auch etwas anders als gedacht. Die vermisste Kochzeile stand zwar wirklich nicht in der Anzeige aber die dann doch sehr kleine Dusche und das dunkle Durchgangswohnzimmer war mir dann doch nichts. Glücklicherweise kann ich sehr kurzfristig eine andere Wohnung anmieten.
😊
Dort gibt es nicht nur eine Küche, drei Terassen nit Blick über das Tal umd die Dächer der Stadt, sondern auch eine Waschmaschine 🤗.

In Martina Franca beeindruckt mich vor allem die Kirche San Martino
Mehrfach wird das ehrenhafte Handels des heiligen Martin dargestellt, der seinen Mantel zum Wohle des alten und frierenden Bettlers teilt.


Aber auch sonst ist die weiße Stadt schön anzusehen und es braucht nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, welche Atmosphäre hier im Sommer herrscht.
Schon jetzt versetzen Blumen und Lichter die Stadt in eine besondere Abendstimmung.









Von Martina Franca ging es dann direkt weiter nach Locorotondo. Bereits vom Dach der Ferienwohnung in Martina Franca konnte man die Lichter des Ortes sehen. Der Weg führt an nochmehr schönen Trullis vorbei, gesäumt von blühenden Mandelbäumen und Oliven. Der Ort liegt auf einem Berg, der Weg hinauf führt durch einen Weinberg
Sehr schön, aber anstrengend bei der Sonne. Oben ist es leider recht windig, da macht sitzen nicht viel Spaß, obwohl der Blick schön ist.






Locorotondo ist quasi im Kreis aufgebaut – steckt ja irgendwie im Namen 😉
Auch hier viele schöne kleine Gassen und ich hoffe, das Restaurant wiederzufinden, dass ich direkt am Anfang meines Bummels gesehen hatte…
Hier entdecke ich einen Laden, der die wunderschönen Keramiken verkauft. Sowohl die schönen Rosen als Lampen oder Deko als auch die schönen bunten Ballons. Ich bin begeistert!!! Leider kann ich keine mitnehmen Aber es gibt ja den Versand 😉








Nun aber ab nach Alberobello. Es kommen mehr Hügel, aber auchvmehr Mandelblüten. Ich komme in den Ort durch die Trulli-Siedlung. So kann ich sie direkt gleich bestaunen so dicht beieinander. 😊






Am Nachmittag regnet es leider, ich geh nur schnell was einkaufen. Das Sightseeing wird auch morgen verschoben.
Meine Ferienwohnung ist dafür Top! Nicht nur wirklich schön eingerichtet, sondern auch ausgestattet und mit vernünftiger Heizung. Mit Fußbodenheizung!!!
Und ich bekomme gleich 2 Kuchen, Milch, etwas Obst, Eier, Wurst und Schinken hingestellt ☺️🤗😋

Am nächsten Tag aber gehts los. Ich fange mit dem großen 2-stöckigen Trulli an. Er gehörte einst der Pfarrersfamilie ind zur größeren und komfortableren Sorte.
Danach zur Trullisiedlung. Ein ganzer Hügel voll. Alle sehr schön anzusehen. In den meisten sind Souvenierläden, in manchen Bars oder kleine Restaurants. In manchen wohmen aber auch wirklich Leute oder es sind Ferienwohnungen. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch eine Kirche im Trulli-Stil. Diese besuche ich am Abend, da auch die Kirchen Mittagspause haben.













Im Trulli-Museum lerne ich noch, wie diese Häuser gebaut wurden und dass die Symbole auf den Dächern keineswegs willkürlich sind, sondern den Stand und Beruf der Bewohner anzeigen.
Sehr interessant! Wer hier im der Gegend ist, sollte sich das auf jeden Fall ansehen. Wobei der Gedanke daran, dss die Touristen im Sommer busweise durch die Gassen geführt werden, mich erschauern lässt.

















Auf geht’s Richtung Matera. Es geht jetzt zweimal nur durchs Land von einer Masseria zur nächsten. Viele grüne Wiesen bzw. Felder mit jungem Getreide. Steinmauern, Eichen. Ein wenig sieht es aus, als wär ich in England gelandet….




Ich laufe südlich der Stadt Noci entlang und bin erst Gast in der Masseria Disupo. Hier werde ich noch ordentlich mit Wegzehrung ausgestattet. Ich bin der einzige Gast, aber es wird zum Frühstück aufgetischt wie für mindestens fünf!
Der Mini-Skorpion am Morgen jagt mir einen heidenschreck ein, aber zumindest stand kein Wolf vor der Tür…

Danach gings zur Masseria La Mandras. Ein ehemaliges Kloster, das zum Bauernhof mit Unterkunft umgebaut wurde. Es gibt sogar eine kleine Kapelle, die sehr schön ist.
Das hauseigene Restaurant hat an dem Tag leider zu, die Chefin kocht mir dennoch eine Kleinigkeit mit. Gemüse und ein Omelett
Ich schaffe gar nicht alles. Schade, denn es ist super lecker.




An beiden Tagen regnet es, aber es fängt sich auch wieder. Ich komme gut voran und bin guter Dinge. Allerdings nicht für den Wetterbericht für den nächsten Tag. Mal sehen was da kommt.








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