Wien hat mir wieder sehr gefallen. Über einen Umzug hierher würde ich nicht öange nachdenken….

Aber diesmal geht es weiter, das Ziel heißt ja schließlich Italien. Also ging es am Montag zunächst wieder mit dem Zug nach Graz, diesmal mit der ÖBB. Ganz dekadent Business-Class mit bequemen Sessel-Sitz und jede Menge Platz. 😁 Darf auch mal sein…

Graz hat eine schöne alte Innenstadt. Mich persönlich stört ein wenig die Straßenbahn durch die Altstadt, aber zumindest fahren keine Autos durch. Ich hab selbst auch keine bessere Idee…

Ich genieße die Zeit hier trotzdem und finde hier einen Punsch der mich schon vom Namen begeistert „Happy Unicorn“ ist ein Beerenpunsch mit Schlagobers und Marshmellows und Glitzersterne 🤩🥰

Graz hat auch einen Schlossberg, auf dem aber kein Schloss steht.  Es stand da auch nie ein richtiges Schloss, nur eine Festung, die aber von Napoleons Truppen abgetragen wurde. Lediglich die beiden Türme – der Glocken- und der Uhrenturm wurden von den Grazer Bürgern freigekauft und konnten erhalten werden. Von dort hat man eine schöne Aussicht über die Stadt, bei gutem Wetter wohl bis Slowenien. 

Man kommt am bequemsten mit der Schlossbergbahn hinauf, eine Standseilbahn mit einer Steigung von über 60%!

Ansonsten steht aber auch eine Treppe zur Verfügung 😉

Graz hat aber seit 2004, als es Kulturhauptstadt war eine künstliche Insel in der Mur und ein sehr futuristisch anmutendes Kunsthaus.

Am nächsten Tag geht es für mich weiter, diesmal mit dem IC-Bus nach Klagenfurt am Wörthersee. 

Erster Tag in Klagenfurt,  ich mache eine Altstadt-Führung und lasse mir die Innenstadt zeigen.

Bevor diese losgeht entdecke ich einen Weihnachtsbaum für Sternenkinder. Man kann einen Holzanhänger gestalten und für sein Sternenkind aufhängen. Na das ist ja dann klar!

Ich lerne, dass Klagenfurt zwar nicht sehr groß ist aber es einem unglücklich Umstnad zu verdanken hat, das es heute Hauptstadt von Kärnten ist.  1511 gabs ein Erdbeben und kurz danach einen großen Brand, der König war pleite und weil die Bürger ihre Stadt nicht aufgeben  wollten kauften sie ihm ihre Stadt halt ab. Sie ließen sie von einem Italiener wieder aufbauen und vergrößern. Da es an einer Handelsroute lag, wurde Klagenfurt wichtiger.

Der Lindwurm im Wappen soll zudem in den umliegenden Sümpfen sein Unwesen getrieben habe und wurde mithilfe einer List am Turm gefangen und getötet. Heute noch gut sichtbar im Wappen der Stadt 😉😁

Am Nachmittag hab ich mir nicht nur warme Einlegesohlen für meine Schuhe gekauft, sondern auch den Nikolaus getroffen 🤗

Am 2. Tag mache ich mal wieder eine Wanderung.  Es ist Adventssamstag und rund um den Wörthersee finden Weihnachtsmärkte statt. Man kann mit dem Boot über den See fahren und diese besuchen, zum Aussichtsturm Pyramidenkogel fährt auch ein Bus.  Ich laufe.  Hoch zum Pyramidenkogel.  Es soll eigentlich ein sonniger Tag sein, wie ich später mitbekomme, ist es das auch – über dem Nebel, der fest über dem Wörthersee hängt.

Ich laufe also am See entlang nach Reifnitz und von dort hinauf zum Kogel. Mein Weg wird immer mehr von Schnee bedeckt und der Nebel zieht immer mehr auf. Ich mache mir ernsthafte Gedanken, ob ich nicht doch wieder abwärts laufen soll. Aber ich laufe weiter und dann taucht er vor mir auf: der Pyramidenkogel!

Auch hier gibt es einen Weihnachtsmarkt, aber ich setzte mich rein und wärme mich bei Kaffee und Apfelstrudel auf. Ein kurzer Blick nach oben lässt mich dazu hinreißen, doch hinaufzusteigen (der Fahrstuhl ist kaputt!). Welch ein Glück, der Blick auf die Berge bei schönstem Sonnenschein ist atemberaubend! Es war eben doch Sonnenwetter….

Runter fahre ich aber doch mit dem Bus. Zuerst nach Velden. Der Weihnachtsmarkt dort ist schön im Kurpark an der Seepromenade gelegen.

Mit dem Schiff fahre ich nach Maria Wörth, zum „Kirchenweihnachtsmarkt“Am Fuße zweier Kirchen gelegwn. Leider simd beide Kirchen zu, der Weihnachtsmarkt hat auch nicht mehr viele Besucher. Ich bin foh in einer Bar noch etwas warmes zu trinken und eine Wurst zu bekommen.  Diese wird huer übrigens in der Regel mit Meerrettich-Kraut und Senf gegessen, was nicht schlecht schmeckt.

Mit dem letzten Schiff fahre ich zurück nach Klagenfurt. Auch hier ist es im Hafen schön weihnachtlich geschmückt. Zum Glück kam mir die Idee ein Fahrrad auszuleihen, der Weg in die Innenstadt zieht sich doch ganz schön und den allein im Dunkeln zu gehen, wäre nicht schön gewesen.  So bin ich gut wieder am Weihnachtsmarkt gelandet, einen letzten Glühwein und dann ab ins Hotel.

2. Advent, ich fahre weiter nach Villach. Da es nicht weit ist, fahre ich mit der S-Bahn, keine 40 Minuten und ich bin angekommen. 

Die Innenstadt hindurch am Weihnachtsmarkt vorbei dauert es nochmal 40 Minuten, bis ich in meiner Unterkunft angekommen bin. 

Am Abend mach ich mich aber nochmal auf um den Weihnachtsmarkt zu erkunden. Ich entdecke eine Krippenausstellung,  die wirklich schön ist. Zufällig kann ich dann noch den Rest des Adventskonzerts des hiesigen Chors mitansehen. Es ist wirklich sehr schön.

Als ich gegen 19.00 wieder raus kam musste ich feststellen, dass die Buden bereits ihre Pforten schlossen. Nun wollte ich eh keine Geschenke kaufen, aber als Berlinerin bin ich verwirrt. Zu essen gibt es auch fast nix mehr, Glühwein gibt es noch. Ich finde doch noch einen Stand der mir eine Leberkäs-Semmel verkauft, Abendessen gerettet!

Mit Blick auf den Fahrplan der S-Bahn ist aber auch für mich bald Schluss.  Um nicht wieder 40 Minuten zu laufen, gehe ich zur S-Bahn und fahre ein Stück.  So sind es nur knapp 15 Minuten Weg. 😁

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I’m Juliane

Ich bin Juliane und das ist mein Wander-Tagebuch. Ich bin in der Mitte meines Berufs-Lebens einfach mal losgelaufen und habe meinen Bürojob auf Pause gesetzt und die Wanderschuhe angezogen. Von Berlin soll es nun bis in den südlichsten Absatz von Italien gehen… hier könnt Ihr lesen, wie mir das gelingt.

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