Nachdem ich mich in Nižbor von der Aufregung mit einem, nein 2 Schnaps am Abend wieder erholt hatte, ging es weiter.
Nicht wie am Nachmittag noch gedacht mit der Bahn, dich wieder weiter zu Fuß. Nach einem Unfall soll man sich ja auch baldmöglichst wieder ans Steuer setzen… 😉
Ich hab mir diesmal aber meinen Weg ganz genau angesehen. Auf der Wanderkarte und auf der Satellitenkarte. Die Wege sollten ok sein.
Es ging also aus Nižbor raus durch am Fluss lang und dann hoch entlang des Waldes und an Feldern entlang. Mich kreuzte eine Herde Ziegen die nur von 2 Eseln begleitet wurde- nein, wirkliche Esel. Um die Ecke an der Weide angekommen standen da aber dann Schafe? Zauberziegen!




Es ging weiter durch den Wald, hoch, runter, wieder etwas mit Abhang – aber vergleichbar harmlos. Mittagspause dann am Fischteich – Da gabs eine Bank, sitzen auf Moos wird allmählich unangenehm.
Wieder bergauf und kurz vor meinem nächsten Ziel, die Stadt Beroun, komme ich an eine kleine Kapelle, die Maria Magdalena gewidmet ist. Sie ist zufällig offen und ich trete ein. Ein Dank an die schützende Hand, die über mich wacht.


Beroun ist eine kleine Industriestadt im Speckgürtel von Prag. Nette kleine Altstadt mit 2 Türmen.



Bis Prag folgten noch 2 Zwischenstopps, kleine Routen mit ca. 9 km. Eine davon durch den 1. Schnee in diesem Jahr, der den Wald in ein kleines Winterwonderland verwandelte. Ich ließ es mir nicht nehmen und baute meinen 1. kleinen Schneemann für diesen Winter.




Am 22. November war es also nun soweit, ich erreiche Prag!

Noch ein paar Kilometer durch die äußeren Stadtbezirke und die Innenstadt lag vor mir. Was für ein Gefühl! Was für ein Anblick!
Ich war nun ca. 760 km weit gelaufen und endluch an meinem ersten großen Meilenstein angekommen!!!
83 Tage bin ich nun unterwegs, 14 davon als Urlaub in Karlsbad.
Ich hatte mir 6 Tage für Prag reserviert und kam zufällig schon am ersten Abend an der Karlsbrücke an – nach einem verdienten Stück Torte!




Bevor mein Touri-sightsseeing-Programm losgehen konnte stand aber erstmal wieder Wäsche waschen auf dem Programm. Ich hatte in Beroun schon einiges weggewaschen, aber bewusst etwas „liegen gelassen“. Nicht nur das ws schon spät war, aber das Risiko, dass die Wäsche nicht komplett trocknen würde, wollte ich nicht eingehen. 😉
Aber selbst auf dem Weg zum Waschsalon, der im alten jüdischen Viertel lag, konnte schon einiges bestaunt werden.
Die Innenstadt von Prag ist an allen Ecken neu sehr schön und sehenswert.
Am Nachmittag noch ein Bummel in der Nachmittagssonne an der Moldau mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt von einer Dach-Bar im Tanzenden Haus.










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