Hinter der Jugendherberge in Klingenthal liegen direkt die Grenzsteine zu Tschechien. alle ca. 10 Meter liegt ein neuer Weißer Steinquader rum – eine Seite D, andere Seite C. Für jemanden, der außer die blauen Straßenschilder mit Grenzen keine Berührung mit Grenzen hat …. spannend.
Also ist meine „Einreise“ nach Tschechien ein einfacher Schritt auf em Wanderweg an einem kleinen weißen Stein vorbei. Schön dass das so unkompliziert bei uns geht. 🙂



Es mag jetzt nach Klischee klingen, aber hinter dem Wald auf der tscheschischen Seite des Berges ist schöneres Wetter, die Sonne scheint und die Natur sieht grüner aus. Das liegt aber auch daran, dass die umliegenden Berge weniger besiedelt sind. Verteilten sich in Deutschland die Ortschaften noch entlang der Berge, so sammelt es sich in Tschechien im Tal. Es liegt flächenweise nicht ein Haus am Berg.
In Erinnerung bleibt mir der Augenblick, an dem ich über einen Berg kam und vor mir eine Landschaft mit grauen Steinen, Heidebüschen, jungen Bäumen, ein Tal umd in der Mitte ein kegelförmiger grüner Berg.
Mein Picknickplatz.



Man hatte hier einen ehemaligen Stolln zugeschüttet und der Natur überlassen.
Natürlich hatten auch angrenzenden tschechischen Orte und Landschaften eine Bergbau-Vergangenheit. Die Orte sind geprägt von der Vergangenheit und besseren Zeiten und an allen Ecken stehen verlassene Häuser
Mein erster Stopp war dann in Kraslice. In dem Bewusstsein, die Euro-Zone verlassen zu haben, bin ich in die erste Bank um wenigstens ein paar Kronen in der Tasche zu haben, um bei einem Kaffee oder kleinem Einkauf etwas Bargeld zu haben.
Naja, hier nehmen sie weiterhin sehr gern Euros oder ebend Karte… Und hatte ich mir im Kopf zurecht gelegt, wie man wenigstens guten Tag auf tschechisch sagt, um dann auf englisch weiter zu fragen, wird man oft direkt auf deutsch weiter angesprochen. Mit englisch komm ich hier eher nicht vorwärts.






Meine Wege führen mich weiterhin hoch und runter, durch reichlich Matsch, und durch Wälder mit klaren Bächen. Im Gegensatz zu Deutschland (die Teile, die ich durchwandert habe) steht hier öfter mal ein Kreuz am Wegesrand.



Zufällig entdeckte ich wieder ein erdgeschichtliches Zeugnis. Diesmal eine Orgel aus Basaltsäulen, entschanden durch einen Vulkanausbruch. Diese wurde freigelegt, als hier noch ein Steinbruch war. Heute wieder gut renaturiert.



Nach einem Zwischstop in einem Dorf bei Heinrichsgrün (Jindřichovice) ging es nach Sokolov (Falkenstein am Eger). Hier ist noch etwas Chemieindustrie, anstelle des ehemaligen Bergbaus ist ein Park entstanden. Ein großer Steinbruch vor der Stadt ist zu sehen.





Durch den Stadtpark (ehemaliger Berbau) verlasse ich Sokolov, immer am Eger entlang, komme ich nach Lokét.



Lokét war schon sehenswerter mit der historischen Altstadt. Alte kleine Häuser drängen sich um den Burgberg.





Und schon stand Karlsbad auf dem Plan.
Da auch hier der Wohnungsneubau nicht aufzuhalten ist, war auf meinem Weg – wo mein Navi und Google Maps ein Feldweg und Wanderwege vermuten ein neuerschlossenes Neubaugebiet mit Einfamilienhäuser… Mein vorgeschlagener Weg funktioniert nicht! Ich finde einen Ausweg bei einem Parkplatz eines Möbelhauses/Baumarktes: Hier fährt ein Bus in die Innenstadt.!!!!
Da es nun schon halb 3 ist und mein Fuß seit 3 Tagen weh tut… Ich fahre also mit dem Bus in die Innenstadt und der Zufall will es, dass eine Haltestelle bei meiner Wohnung um die Ecke ist 😁




In Karlsbad nehm ich mir eine Auszeit. 1 Tag allein – Kurpromenade, Trinkkur mit gewöhnungsbedürftigen Wasser, Kuchen und Besichtigung des Kaiserbades 😊
Und nun ab zum Kurhotel und 1 Woche Urlaub mit Mama!







Wanne und Dusche sowie die Toilette








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